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Jainistische Architektur

Jainistische Architektur
Die Jain-Tempel unterscheiden sich architektonisch nicht viel von den Hindu-Tempeln. Sie haben jedoch einige typische Merkmale. Im Gegensatz zu den Hindu-Tempeln sind sie von außen Schlicht. Aber im Innenbereich gibt es einen Reichtum an Skulpturen. Die Cella ist manchmal nach allen vier Himmeisrichtungen geöffnet (Chaumukh).
Generell sind die Jain-Tempel lichtdurchflutet. Manchmal besitzen sie auch geschlossenen Räume, wohin sich die meditierenden Gläubigen zurückziehen können. Der große Chaumukh Tempel zu Ehren von Adinath in Ranakpur ist mit seinen 29 Hallen und 1444 feingeschnitzten Säulen ein sehr schönes Beispiel dafür. In den Jain-Tempeln gibt es auch keine Götterfiguren, sondern die Figuren von den verschiedenen Tirthankaras.
In anderen Regionen entstanden durch den Bau immer neuerer Tempel riesige Tempelstädte Z.B. in Palitana in Gujarat. Hier findet man auf dem Shatrunjaya Berg 863 Tempel, viele von ihnen mit feinen Marmorfiguren im Innenbereich.
die symbolisch die budhistische Lehre darstellen, sind ein besonderes schönes Beispiel dafür. Die Stupas waren zu Zeiten von Ashoka kleine Hügel. Sie wurden aber im Laufe der Zeit zu riesigen Steinkuppeln, die über mehstufigen Sockel in den Himmel ragten.
Buddhistische Klosteranglagen - Chaityas und Viharas
Neben den Stupas entwickelten sich in dieser Zeit auch die Höhlenkloster mit großen Gebetshallen (Chaitya-Hallen) und einfachen Wohnräumen för die Mönche (Viharas). Sie wurden wöhrend der Zeit des Hinayana-Buddhismus errichtet. In den Chaitya-Hallen wurde jedoch nie Buddha selbst dargestellt, da er nie als Gott verehrt werden wollte, sondern Symbole wie der Bodhibaum, das Rad oder seine Fußabdrücke. An einem Ende einer Chaitya Halle steht ein Stupa. Davor gibt es rechts und links lange Säulenreihen, die skulpturreich sind und prächtige Kapitell tragen.
Stambhas
Eine weitere besondere buddhistische Architekturform sind die Stambhas, monolithische Säulen mit aufgesetzten Kapitellen, auf denen Bäume, Stier oder Elefanten dargestellt wurden. Sie stehen meist vor dem Eingang der Chaitya Hallen. Kaiser Ashoka ließ viele solche Stambhas mit eingravierten Edikten errichten. Seine Säule haben jedoch alle Löwenkapitelle. Dieses Symbol stammt aus Westasien.
In Ajanta und Ellora sieht man die prächtigen Viharas des Mahayana-Stils. Bei den Mahayana Anlagen sieht man auch die Zellen im Inneren, die Bilderschreine haben. Die mittlere Zelle hat immer eine überlebensgroße Buddha-Statue.

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