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Islamische Architektur
Einige Indische Bauten von Weltrang stammen aus der Mogul-Periode.
Die wichtigsten Bauten der Moguln sind Grabanlagen, Moscheen,
Paläste und Gartenanlagen. Häufig sind die GartenanlagenTeil von
Palästen oder Grabanlagen. Während der Herrschaft Shah Jahans
entstanden einige der Elegantesten Bauten der Mogul-Periode. Die
Verwendung von Marmor, Einlegearbeiten aus Halbedelsteinen und
vielfach gefächerten Bögen verliehen seiner Architektur Leichtigkeit
und Eleganz. Das Meisterwerk Taj Mahal vereint so persischen und
hinduistischen Stil zu einem harmonischen Ganzen. In Shah Jahans
Regierungszeit entstanden auch das Rote Fort und die große Jami
Masjid in Delhi.
Die Moschee
Die Moschee ist das Gebetshaus der Moslems, in dem sie regelmäßig
zusammenkommen, um ihr Gebet nach Mekka gerichtet zu verrichten.
Besonders wichtig ist die Freitagspredigt, die in der Hauptmoschee (Jami
Masjid) der Stadt gehalten wird und bei der sich Gläubige aus allen
Stadtteilen versammeln. Das arabische Wort “Moschee” bedeutet “sich
niederwerfen”. Die Moschee ist also kein Gotteshaus sondern ein Ort
der Niederwerfung Bevor man sie betritt, muss man die Schuhe
ausziehen und sich rituell waschen. Die Moschee war nicht nur ein
religiöser Ort sondern auch zugleich Versammlungsort, Schule und “Gemeindehaus”.
Es hatte Verbindungen mit Armenküchen, Krankenhäusern usw. Verfolgte
genossen in ihren Mauern Asyl. Sie Funktionierte manchmal auch als
Gerichtshof. Über den Gräbern von Heiligen entstanden “Grabmoscheen”
(Dargah)
Der Grundtyp einer Moschee besteht aus einem Gebetsraum (Haram) mit
Dach. Davor liegt ein Hof. Im Gebetsraum ist die Wand in Richtung
Mekka durch ein Gebetsnische (Mihrab) markiert. Rechts neben dem
Mihrab steht der Predigtstuhl (Minbar). Häufig ist eder Hof durch
eine Pfeilerhalle umgeben, die am Gebetsraum ir Anfang und Ende
findet. Im Hof befindet sich häufig ein Brunnen für die notwendigen
rituellen waschungen. Besonders auffallend sind die Minarette, von
denen aus der Muezzin zum Gebet ruft. Diese Minarette gehören erst
seit dem 8. Jahrhundert zur Moschee und sind weithin sichtbare
Zeichen dafür. Sie stehen frei neben der Moschee oder an den
Moscheekomplex angebaut.
Die ersten Moscheen wurden aus den Bauteilen zerstörter Hindu Tempel
von indischen Handwerkern gebaut. Die Kragkuppeln dieser Moscheen
zeigen den noch sehr starken hinduistischen Einfluß. Später
entstanden auch in Indien die Kuppeln - nach dem Vorbild der
Moscheen in Arabien - in Wölbtechniken mit radialem Steinschnitt.
Die mogulischen Herrscher ließen Handwerker aus der Türkei und
Persien kommen, damit die Moscheen den Vorbildern in ihrem
ursprünglichen Heimatland ähnelten.
Im Gegensatz zu den hinduistischen und jainistischen Tempeln sind
die Moscheen der islamischen Tradition folgend schmucklos. Nur
manchmal werden für Verzierungen Blumen-und Pflanzenmotive benutzt.
Besonders schöne Beispiele sind die Jami Masjid in Delhi und die
Moti Masjid in Agra.
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