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Hinduismus Religionen
Der Hinduismus ist eine der ältesten Religionen der Welt. Seine
Wurzeln reichen bis in das 3. Jahrtausend vor Christus. In Indien
sind ungefähr 85% der Einwohner Hindus. Im Gegensatz zu anderen
Religionen hat der Hinduismus keinen Gründer, keinen Propheten und
keine feste Doktrin. Hinduismus ist nicht nur eine Religion, sondern
er ist eine Lebensweise.
Es wird gesagt, dass es in Hinduismus 330 Millionen Götter und
Göttinen gibt. Nicht nur die Gottheiten werden angebetet, sondern
auch Naturelemente werden verehrt z.B. die Luft, der Himmel, der
Baum, verschiedene Tiere usw. Die Kuh wird als ein heiliges Tier und
wie eine Mutter betrachtet.
Die Götter und Göttinnen haben verschiedene Formen und Inkarnationen.
Sie besitzen ihre eigenen Reittiere oder-vögel. Die Gottheiten
werden mit vielen Händen, Waffen und durch verschiedene Symbole
dargestellt. Jede Gottheit hat eine oder mehrere bestimmte Kräfte
und Attribute. Und sie werden je nach dem Tag oder der Kraft, die
sie bestizen, angebetet. Unter diesen zahlreichen Göttern gibt es
drei Hauptgötter im Hinduismus. Sie sind Bramha, Vishnu und Shiva.
Bramha wird als der Schöpfer des universums angesehen, Vishnu als
der Erhalter und Beschützer und Shiva wird als der Gott der
Zerstörung und Wiederschöpfung betrachtet. Hauptsächlich bestehen 3
Glaubensrichtungen im Hinduismus. Das sind Vishnuismus, Shivaismus
und Shaktismus.
1. Vishnuismus : Hier wird Vishnu in seinen zehn Inkarnationen als
Gott der Erhaltung und des Schutzes verehrt. Bei allen Inkarnationen
kehrt Vishnu immer wieder auf die Welt, um diese zu retten, wenn sie
von dämonischen Kräften bedroht wird.Die ersten drei Inkarnationen
waren Matsya (Fisch), Kurma (Schildkröte) und Varaha (Eber). Die
vierte war Narsimha (half Mann und half Löwe). Dann erschien Vishnu
in menschlicher Form als Vamana (Zwerg) und später als Parshuram.
Die siebte und achte Inkarnation als Rama und Krishna sind die
beliebtesten Formen von Vishnu. Bei der neunten war er Buddha, und
die zehnte Inkarnation als Kalki steht noch aus. Seine Gemahlin ist
die Göttin, Lakshmi, die als Göttin des Wohlstands betrachtet wird.
2. Shivaismus : Shiva ist eine der ältesten Gottheiten Indiens. Er
wird von den Gläubigen mit 1008 Namen gerufen. Er gilt als der große
Yogi, der Gott der Fruchtbarkeit, Herr des Todes und der Zerstörung.
Er zerstört das Böse und das Alte, um dem Neuen Platz zu machen. So
wird er auch als Gott der Veränderung betrachtet. Er bekleidet sich
mit einer langen Schurze aus Tigerfell und ist mit der Mondsichel
geschmückt. Sein Reittier, Nandi (Stier) wird in Tempeln häufig vor
dem Haupttempel von Shiva aufgestellt. In einer Hand trägt Shiva
eine Schlange, die Zeichen der Fruchtbarkeit und Lebensenergie ist,
und in einer anderen Hand hat er den Dreizack und eine kleine
Trommel (damroo). Damroo bedeutet der “Ton des Universums” :
Eine weitere Erscheinungsform von Shiva ist das “Linga”, das
Phallussymbol. Es ragt aus der “Yoni”, einem ringformigen Sockel,
der das weibliche Geschlechtsorgan symbolisiert. In vielen Shiva
Tempeln werden Linga und Yoni verehrt.
3. Shaktismus : Bei Shaktismus werden die Göttinen verehrt.
Shaktismus führt alles göttliche Wirken auf eine weibliche Kraft
zurück. Nach Shaktismus sind auch die Kräfte hinter den männlichen
Gottheiten wie Shiva oder Vishnu weiblich. Die weiblichen Gottheiten
werden von ihren Anhängern in verschiedenen Formen und mit
verschiedenen Namen verehrt z.B. Durga, Kali, Parvati, Vaishnavi usw.
Im 11. Jahrhundert wurde Shakti als die höchste Kraft überhaupt
begriffen. Bis heute ist die Shakti-Kult in Regionen wie Bengalen,
Orissa, Assam und Gujarat sehr einflußreich.
Außer allen diesen Gottheiten sind noch einige Götter sehr berühmt
z.B. der Ganesha, der Gott mit Elefantenkopf. Er wird als
Glücksbringer und Problembeseitiger betrachtet.
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