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Buddhistische Architektur
Stupas
Zu den ältesten, noch vorhandenen historischen Bauten gehören die
Stupas. Der Stupa ist ein halbkugelförmiges Monument, in denen
Reliquien von Buddha aufbewahrt wurden. Der Stupa besteht aus einem
Unterbau (Medhi) und einer Halbkugel, die si9ch darüber wölbt. Diese
Stupas sind Gedächtnisstätten von Buddha. Sie werden als abbild des
Kosmos betrachtet, und die einzelnen architektonischen Teile als
symbolische Repräsentationen der verschiedenen Ebenen des Weltberges
Meru. Die Stupas werden von einem runden Schirm, Symbol der
Herrschaft und des Schutzes, gekrönt. In der Mitte des Bauwerks
steht ein senkrechter Pfosten, der unten im Wasser oder in einem
Wassertopf steht. Der Pfosten stellt die Weltachse dar. Um den
Mittelpfosten legt sich die Halbkugel des Stupa. Die geometrische
Symmetrie symbolisiert die Vollkommenheit und Endlosigkeit des
Universums. Der Stupa wird bei der Verehrung rituell umschritten.
Diese Umwallung heißt Pradakshina und symbolisiert die Bewegung der
himmlischen Körper um die Sonne. Manchmal sind die Stupas von Mauern
umgeben, die durch Tor (Toranas) die Pilger eintreten lassen. Die
Toranas von Sanchi mit ihren ausgezeichneten Skulpturen, Besonders
charakteristsich für diesen Stil sind die Vimana, die Türme, die
sich über der Cella erheben. Im Laufe der Zeit wurde der Turm immer
höher und findet bei den Cholas einen Höhepunkt. So ist der Vimana
von Tanjore mit 58 m ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt.
Der Tempelturm von Tanjor ist so berühmt, dass er dem Prambanan -
Tempel in Indonesien als Vorbild diente. Vor dem Vimana ist die
Ardha Mandapa (Vorhalle).
Im Laufe der Zeit kamen immer neue Elemente hinzu wie die Maha
Mandapa (große Halle), die für Musikveranstaltungen benutzt wurde
und die Kalyana Mandapa (Hochzeitshalle), wo jedes Jahr die Hochzeit
der residierenden Gottheit mit seiner Begleiterin gefeiert wurde,
Der Tempelbereich wurde durch eine Mauer geschützt. Die Mauer hatte
vier Tore, über die die Gopurams gebaut wurden. Die Pandyas, die
nach den Pallavas die Macht übernahmen, entwickelten die Gopurams,
Türme, die über dem Eingang zum Tempel stehen, zur Vollendung. Sie
wsaren die neuen, von weitem sichtbaren Zeichend der sich
entwickelnden Tempelstädte. Die Gopurams wurden mit Tausenden von
Figuren verziert, die den Menschen die Indischen Legenden bildhaft
zeigten.
Am Ende dieser Entwicklung entstanden komplette, riesige
Tempelstädte. Besonders gute Beispiele sind die Tempelanlagen von
Sri Rangam, Madurai und Tanjore.
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