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Alkoholkonsum ist mit Ausnahme weniger Bundesstaaten (totales Verbot
in Gujarat und Andhra Pradesh ; in einigen anderen Bundesstaaten ist
der Konsum eingeschränkt) erlaubt und wird in Bars und Restaurants
mit Alkohollizenz oder “Permit” serviert. Erhältlich sind
Harddrinks, in der Regel Rum, Whiskey, Brandy. Einheimische Weine
soll man lieber nicht mit den europäischen vergleichen. Das Bier
aber ist in Ordnung. Man soll aber die bekannten Sorten bestellen.
(Kingfisher, San Miguel, London Pilsner, Fosters usw.) Lokale
Biersorten sollen lieber vermieden werden. In Indien trinkt man
Alkohol normalerweise vor dem Abendessen. Zum Essen wird sind die
bevorzugten Gewürze im Norden. Nicht zu vergessen sind die roten
getrockneten Chilis oder ihre frische grüne Variante, die sowohl im
Norden als auch im Süden dem Essen die bekannte und meist
gefürchtete Schärfe geben. Wichtig hier ist auch der “Garam Masala”
(Scharfe Mischung), eiin Mix aus Koriander, Nelken, Kardamom, Zimt,
Nelken und Pfeffer, der bei der Zubereitung von Fleischgerichten und
Kichererbsen verwendet wird. Mittlerweile ist er auch in den
Gewürzregalen in Europa zu finden.
In Nordindien bevorzugt man Brot als Beilage. Es wird relativ
fetthaltig, oft mit Fleisch und nicht so scharf wie im Süden
gekocht. Danach wird gern Tee gereicht. Schmackhaft, aber manchmal
schwer verdaulich sind die in Ghee (geklärte Butter) gebackenen
Brote, die in Nordindien besonders beliebt sind : Parathas, Nan,
Rotis, Kulcha usw. Parathas finden Sie eigentlich überall in Indien.
Und wo es Parathas gibt, muss es auch den “Tawa” geben (flacher,
dicker Tiegel), der in keiner indischen Küche fehlen darf. Auf ihm
können eine ganze Reihe von Rotis und Parathas aus Weizenmehl,
Reismehl, Maismehl oder Gerstenmehl in Stadt und Land zubereitet
Werden. Auch bei vielen Fleisch- und Gemüsegerichten darf der Ghee
nicht fehlen. Reichhaltige, cremige Speisen, “Muglai” genannt,
stammen aus der Zeit, als im Norden die Moguln regiert hatten und
der Küche einen persisch-arabischen Zug verliehen.
“Tandoori” Gerichte sind auch ein wichtiger Teil der nordindischen
Küche. Der Tandoor bzw. Lehmofen soll aus den ehemaligen Provinzen
des Nordostens, dem jetzigen Pakistan, stammen. Diese Tandoori
Gerichte sind die großen Renner der Dhaabas bzw.
Landstrassenrestaurants Nordindiens. Tandoori Spezialitäten, ganz
gleich ob aus Geflügel, Fisch, Lamm oder Paneer (Hüttenkäse), sind
deshalb so beliebt, weil sie außen knusprig und innen butterweich
und leicht zu verdauen sind.
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